Seelsorge in Trauer und Krise

Ökumenische Schulseelsorge

Schulseelsorge ist Teamarbeit. Für eine*n allein, ist dies nicht zu schaffen. Im "Lern- und Lebensraum Schule" braucht es nicht nur unterschiedliche Professionen, sondern auch das Zusammenspiel der Konfessionen. Dem christlichen Menschenbild verpflichtet arbeiten Schulseelsorger*innen der Evangelischen Kirche der Pfalz und des Bistums Speyer nach Möglichkeit in enger Absprache miteinander. Plötzliche Todesfälle, psychische Ausnahmesituationen, Unfälle bis hin zu Naturkatastrophen machen vor Schultüren nicht halt. Speziell qualifizierte Schul-Notfall-Seelsorgeteams können hier helfen.

Für konkrete Unterstützung in Krisen- und Trauerfällen wenden Sie sich an:
Thomas Stephan, Abteilungsleiter Lernkultur und Schulseelsorge (0151/14880017)
Anke Lind,  Beauftragte für Schulseelsorge Evangelische Kirche der Pfalz (0173/3877348)

Schulnotfallseelsorge

Notfallrucksack mit Materialien zur Vor-Ort-Hilfe

Wenn eine Schule von einem schlimmen Ereignis heimgesucht wird und der Rucksack für die Betroffenen zu schwer wird, dann besteht die Möglichkeit uns als Schulnotfallseelsorge in Anspruch zu nehmen.
Seit Weihnachten 2025 haben alle in unserem Team - DANK einer privaten Spenderin und der Spende des Rotary Clubs Speyer - einen prall gefüllten Notfallrucksack mit diversen unterstützenden Medien wie Kerzen, Glastropfen, Herzen/Blumen aus Filz dabei, die z.B. zur Gestaltung eines Trauertisches dienen können. Oftmals ist es den Betroffenen ein Anliegen ihrer Trauer/Wut/Angst Ausdruck zu verleihen. So verstehen sich die von uns mitgebrachten Materialien als Impuls für die eigene Kreativität oder als Ausdruckselement für die persönlichen Gedanken/Gefühle. Unser Anliegen ist es, einen Raum zu schaffen, damit möglichst alle Bedürfnisse, die sich aus einer solchen Notsituation heraus ergeben, ihren Platz finden.
Oft kommen wir in Schulen, die jemanden betrauern. Hierfür haben wir einen Bilderrahmen im Gepäck, der das Bild des Verstorbenen aufnehmen kann und dann auf einer kleinen Staffelei den Mittelpunkt des Trauertisches darstellen kann. An dessen Seite ist es für viele dann selbstverständlich eine Kerze hinzuzustellen. Manche geben ihrer Trauer dann mit roten und schwarzen Herzen oder ein paar Filzblumen Ausdruck. Auch kleine Bild- und Textkarten können für manchen die passende Stimmung wiedergeben. Wieder anderen ist es ein Anliegen, ihre je eigene Bindung zu dem Verstorbenen in einem persönlichen Text/Bild wiederzugeben und können dies dann z.B. in einem Kondolenzbuch einbringen. Aber auch für die Personen, die eher einen körperlichen Ausdruck benötigen, haben wir neuerdings Impulskarten. Jedoch stellen immer wieder fest, dass im Miteinander einer solchen Krisensituation auch viele, selbst für uns neue Umsetzungsformen der Trauer entstehen. (Text: Michael Gabel, Notfall- und Schulseelsorge)

Handreichung "Krisen in der Schule"

Praxisorientierte Hilfen für schulische Krisenteams, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Schulseelsorger*innen, Schulpsycholog*innen und Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV).

„Aus der Praxis für die Praxis.“ Mit diesen wenigen Worten lässt sich das zentrale Anliegen der hier vorliegenden Handreichung „Krisen in der Schule“ zusammenfassen. Ausgehend von den neun „Leitlinien der Ökumenischen Schulseelsorge“ haben Anke Lind von der Evangelischen Kirche der Pfalz und Thomas Stephan vom Bistum Speyer Ideen, Pläne und Methoden aus ihrer schulseelsorglichen Arbeit zusammengestellt, die dabei helfen sollen, schulischen Krisen besser begegnen zu können.

Ökumenischer Ausbildungskurs

Trauer- und Krisenseelsorge in der Schule

Im "Lern- und Lebensraum Schule" können die Themen des täglichen Lebens nicht ausgeklammert werden. Hierzu gehört das Erleben großer und kleiner (psychischer) Krisen, aber auch die Trauer um Verluste und schmerzliche Veränderungen. Informationen, Bewältigungsstrategien und eigene Wertvorstellungen helfen, sich mit den Realitäten des Lebens auseinandersetzen zu können. Hierzu zählt auch der Kompetenzaufbau im Umgang mit psychischen Störungen. Im fünftägigen "Ökumenischen Ausbildungskurs" vermitteln Anke Lind, Beauftragte für Schulseelsorge in der Evangelischen Kirche der Pfalz und Thomas Stephan, Abteilungsleiter Lernkultur und Schulseelsorge im Bistum Speyer, hilfreiche und wegweisende Grundlagen, Handlungsempfehlungen und Materialien.

Darüber hinaus bietet die Ökumenische Schulseelsorge buchbare schulinterne und/oder überregionale Fortbildungen an, in denen bedarfsorientierte praxisnahe Angebote gemacht werden, die eine Fülle unterschiedlicher Szenarien und Themen in den Blick nehmen (z.B. Suizidalität, Suizid, psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, wie z.B. Angststörungen, Panikattacken und selbstverletzendes Verhalten, Erstellung von Krisenplänen, Hinweise zur Prävention, Intervention und Postvention krisenhafter Ereignisse, kollegiale Fallberatung, Ressourcen- und Resilienzarbeit).

Aktuelle Termine finden Sie in unserem Online-Terminkalender.

 

 

 

Thomas Stephan

Leiter der Abteilung Lernkultur und Schulseelsorge

06232 102-217
0151 14880017
thomas.stephan@bistum-speyer.de

Dorothea May

Referentin für Schulseelsorge Westpfalz
Krisenseelsorge